Gruppen-Moderation

Zusammenfassung Mailinglisten-Diskussion

Start: 12.12.2005, Stand: 12.12.2005, Autor: Fred

Eine wichtige Frage bei diesem Thema ist: Soll die Moderation wechseln? Es gibt eine Reihe von Argumenten, die dafür sprechen:

  • Rollen wechseln, nicht einer ist immer in der Rolle des Moderators.
  • Jeder hat die Möglichkeit sich in unterschiedlichen Rollen zu erleben.
  • Projektionen auf den Moderator können besser verstanden und aufgelöst werden.
  • Jeder kann auch mal Führung übernehmen, was viele Entwicklungschancen bietet. Ein Stück Herausforderung, die jeder ausprobieren kann.
  • Die Moderation ist vielseitiger, so entstehen keine einseitigen Strukturen.
  • Gemeinsamer Aufbau von Moderations-Know-How.
  • Stabilere Gruppe - bei nur einem Moderator ist die Gruppe stark von dieser Person abhängig.

Ein generelles Problem ist es, gerade in einer Sozialphobie-Gruppe Mitglieder zu finden, die sich das auch zutrauen und damit nicht überfordert sind. Für viele braucht es hierfür eine gehörige Portion Mut.

Mitunter scheitern deshalb die Bemühungen nach verteilter Moderation. Es gibt aber auch Gruppen, wo das gut funktioniert. Vielleicht ist es wichtig, als bisheriger Einzelmoderator diese verteilte Form immer wieder einzufordern. Wenn sich erst einmal eine gewisse Selbstverständlichkeit eingestellt hat, könnte es dann leichter werden.

Es scheint sinnvoll, nicht jeden zur Moderation zu verpflichten. Das aus dem Hintergrund, niemanden zu überfordern. Wenn möglich, sollte es aber die Mehrheit der Gruppe machen.

Moderation sollte nicht zu anspruchsvoll sein. Es sollte ein paar einfache Regeln und Strukturen geben, um die der Moderator sich kümmert und die keinen überfordern. Alles andere ist Kür. Jeder kann sich da Stück für Stück mehr Handwerkszeug aneignen, wenn er mag. Von der Gruppe sollte das aber nicht eingefordert werden.

Was sind grundlegende wichtige Aufgaben der Moderation:

  • Gruppenphasen einleiten (Beginn, Anfangsrunde, Schlussrunde, Pause, Themenabsprache)
  • Auf die Zeit achten: Anfangs-, Pausen-, Endzeit. Gesprächszeit des Einzelnen begrenzen, insbesondere in der Anfangs- oder Schlussrunde.
  • Es darf immer nur einer sprechen.
  • Jeder muss ausreden können.

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