Vorstellung der Initiative:
Netzwerk- Selbsthilfe- Soziale Phobie

zur Gründung im Nov. 2005

Schaut man sich heute im Internet um, so gibt es mittlerweile verschiedene Selbsthilfegruppen für Menschen mit sozialen Ängsten, Sozialer Phobie und Schüchternheit. Hier ist gerade in den letzten Jahren viel passiert. Das Internet spielt dabei eine wichtige Rolle, weil es ein gutes Medium für sozial ängstliche Menschen ist, miteinander in einen ersten Kontakt zu kommen. Und so finden gerade über das Internet immer mehr Menschen auch zu einer realen Selbsthilfegruppe.

Wir beide, Peter aus der Selbsthilfe Paderborn und Fred aus der Selbsthilfe Dortmund, haben in den letzten Wochen eine Idee diskutiert, die wir für sehr wertvoll halten.

Jede Soziale Phobie-Selbsthilfegruppe wird Ideen und Konzepte der Gruppenarbeit verwirklicht haben. Manches davon funktioniert vielleicht sehr gut und wäre auch für andere Gruppen eine wertvolle Bereicherung.

Wir wollen nun eine Initiative anstoßen, in der sich die Koordinatoren und Selbsthilfe-Erfahrenen der einzelnen Gruppen miteinander vernetzen, um sich genau über diese Themen auszutauschen:

Der Themenbereich liegt also ganz klar im Bereich Selbsthilfearbeit bei Sozialer Phobie.

Wir glauben, dass wir alle voneinander lernen können. Jeder hat für sich und seine Gruppe etwas gefunden, was hilft. Wenn wir uns darüber austauschen, können wir bald auf einen großen gemeinsamen Schatz an Möglichkeiten zurückgreifen.

Das zentrale Austauschmedium kann das Forum sein. In diesem können sich alle Betroffenen registrieren, die ein Interesse haben, sich über diese Themen auszutauschen. Das können sowohl Selbsthilfe-Erfahrene sein, wie auch Interessierte, die eine neue Gruppe gründen und hierzu Hilfe brauchen.

In diesem Forum können wir uns über alle Belange der Soziale Phobie-Selbsthilfearbeit austauschen. Das, was wir in so einem Forum erarbeiten, können wir auf einer gemeinsam betreuten Homepage konservieren und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Diese ist dann sozusagen für jeden eine Quelle der Anregung und Inspiration, um die eigene Gruppenarbeit weiter auszugestalten. Und Neugründer finden dort schnell hilfreiche Informationen. Gerade in der Phase der Neugründung sind viele für jede Hilfe dankbar.

Eine weitere Idee ist der Aufbau und die Pflege eines zentralen Verzeichnisses der Soziale Phobie-Selbsthilfegruppen in Deutschland.

Den Austausch wollen wir ausdrücklich auf Betroffene beschränken, es sollen also keine externen Experten (Ärzte, Therapeuten, Berater) daran teilnehmen. Auch braucht keiner Angst zu haben, vielleicht nicht erfahren genug zu sein oder nicht genug beisteuern zu können.

Neben dem virtuellen Austausch könnten wir auch reale Treffen organisieren, um uns über diese Themen auszutauschen. Auch die Idee, uns gegenseitig in den Gruppen zu besuchen, kann hierdurch gestärkt werden. So erfahren wir praktisch die Gruppenarbeit der anderen und können uns davon inspirieren lassen.

Wenn du Interesse an diesem Austausch hast, nimm bitte Kontakt mit Peter auf. E-Mail:
Email

Bitte teilt uns dabei folgendes mit: Name der Gruppe, PLZ und Standort, Internet-Adresse, Mail-Adresse, Wege der Kontaktaufnahme/Ansprechpartner.

Wir freuen uns auf eine rege Diskussion.

Die Initiatoren

Peter (55J):

Seit 2003 bin ich Mitglied und Ansprechpartner des Selbsthilfekreises "Leben mit sozialen Ängsten" Paderborn. (www.sozialphobie-paderborn.de)

Der Kreis der Mitglieder ist mit Schwankungen letztlich aber stetig gewachsen, so dass wir nun eine weitere Gruppe in Paderborn gegründet haben.

Dass das Netzwerk der Selbsthilfe noch sehr große Maschen hat, ist außerhalb der Ballungszentren für uns hier in Ostwestfalen deutlich zu spüren. Wohl auch aus diesem Eindruck heraus erscheint uns der Erfahrungsaustausch untereinander sehr wichtig und wertvoll zu sein. Selbst so grundlegende Fragen wie die "welche Gruppe macht in welcher Stadt ein Angebot für Selbsthilfe" sind bisher trotz Internet nur sehr lückenhaft beantwortet.

Darüber hinaus rückt nicht zuletzt unter dem Blickpunkt der Kostenersparnis im Gesundheitswesen die Selbsthilfegruppen- Initiativen mehr in den Blickpunkt der öffentlichen Diskussion. Die meisten dieser Veröffentlichungen sind aber aus der Hand sog. externer Experten, die allermeist eben nicht zu den Betroffenen und Beteiligten gehören.

Ich halte es für eine Chance, dass wir Betroffene und Selbsthilfe-Engagierte selbst und deutlich stärker als bisher eine eigene Informations- und Kommunikations-Plattform aufbauen, nach innen und auch nach außen.

Fred (35J):

Vor 6 Jahren habe ich die Gruppe in Dortmund mitbegründet (www.sozialphobie-do.de). Ich bin dankbar, dass wir es geschafft haben, hier ein stabiles Gruppenangebot aufzubauen.

Wichtigstes Anliegen in den Gruppen ist mir, eine offene und heilsame Atmosphäre zu schaffen, in der jeder gesehen und gehört wird. Die Gruppe soll nicht von wenigen dominiert werden, ein gleichwertiger Austausch ist mir wichtig.

Im Vordergrund stehen dabei die eigenen Erfahrungen. Manches bekommen wir in der Gruppe recht gut hin. Es gibt aber auch Bereiche, da stellen wir uns unbeholfen an und wissen nicht so recht, was da gerade passiert. Was dazuzulernen gibt es also immer. In dem gemeinsamen Austausch sehe ich viele Chancen und Möglichkeiten, die Soziale Phobie-Selbsthilfearbeit bundesweit zu verbessern.

Die Soziale Phobie-Gruppe in Paderborn beobachte ich netzmäßig schon länger. Ein persönlicher Kontakt zu Peter entstand aber erst in den letzten Wochen.